Kinder mit besonderen Bedürfnissen bzw. deren Eltern sollen gleichberechtigten Zugang zu Betreuungs- und Förderangeboten haben. Weil Kitas und Tagesfamilien, die Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreuen, einen höheren Betreuungs- und Koordinationsaufwand haben, wird den Familien ein einkommensunabhängiger Zuschlag  4.25 Franken pro Stunde auf den Betreuungsgutschein ausbezahlt. Diesen Zuschlag können auch Eltern, welche die Bezugskriterien bzgl. wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit nicht erfüllen, beantragen.

Eine Bestätigung für einen höheren Aufwand bei der Betreuung wird vom Früherziehungsdienst des Kantons Bern, der heilpädagogischen Früherziehung für blinde und sehbehinderte Kinder der Blindenschule Zollikofen, dem audiopädagogischen Dienst des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache HSM oder von der Erziehungsberatung ausgestellt. Kriterium dafür ist, dass die entsprechenden Fachstellen das Kind (heil-)pädagogisch begleiten und der tatsächliche Betreuungsbedarf den höheren Faktor rechtfertigt. Die Begleitung kann auch durch freischaffende Früherzieherinnen erfolgen.

Betroffen sind Kinder, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind und/oder deren Entwicklung verzögert oder auffällig ist und deren Abklärung einen diesbezüglichen Förderbedarf ergeben hat.