Ausgangslage

 

Mit der schrittweisen geplanten Lockerung der Corona-Massnahmen und der angekündigten Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist zu erwarten, dass sich auch in der familien-und schulergänzenden Kinderbetreuung zunehmend wieder «Normalbetrieb» einstellen wird, d.h. dass die Anzahlder betreuten Kinder bzw. der Betreuungsumfang wieder zunehmen werden.

 

Das vorliegende Schutzkonzept zeigt auf, wie Tagesfamilien während des regulären Betriebs auf eine ausreichende Prävention und Sensibilisierung zur weiteren Eindämmung des Coronavirus achten können.

Das Konzept hat Empfehlungscharakter, d.h. es ist nicht rechtlich bindend und orientiert sich an den am 29. April 2020 kommunizierten «COVID-19 Grundprinzipien Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen als Grundlage für die Ausarbeitung der Schutzkonzepte der Schulen unter Berücksichtigung der Betreuungseinrichtungen und Musikschulen» des Bundesamtes für Gesundheit.  Zwingend zu beachten sind auch allfällige kommunale und/oder kantonale Vorgaben.

Mit den Lockerungen für die Wirtschaft und das Gewerbe steigt der Bedarf an familienergänzender Kinderbetreuung für erwerbstätige Eltern deutlich an. Der Kanton stoppt deshalb per sofort seinen Appell, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. So können die Kinderbetreuungsinstitutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen) zusammen mit den Eltern den Wiedereinstieg in die Betreuung planen. Ab dem 17. Mai soll die Vollbelegung wieder möglich sein.

 

Seit dem 17. März waren die Eltern aufgefordert worden, ihre Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen. Dies mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Die familienergänzenden Betreuungsinstitutionen blieben aber geöffnet und betreuten Kinder, deren Eltern es nicht anders organisieren konnten. Sie wurden in möglichst konstanten und kleinen Gruppen betreut. Die Gebühren für jene Plätze, die zwar tatsächlich angeboten werden, aber aufgrund des Appells des Kantons leer bleiben, übernehmen der Kanton und die Gemeinden zwischen dem 17. März und 16. Mai 2020 (vgl. Medienmitteilung vom 22. April 2020).

 

Zahlreiche Geschäfte, Dienstleister, medizinische Praxen und weitere Betriebe dürfen gestützt auf die bundesrätlichen Lockerungen für die Wirtschaft und das Gewerbe sukzessive wieder öffnen. Auch die Spitäler können wieder planbare Eingriffe durchführen. Dadurch steigt der Bedarf an familienergänzender Kinderbetreuung für erwerbstätige Eltern deutlich an.

Aus diesem Grund hat das kantonale Führungsorgan (KFO) heute auf Antrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) beschlossen, dass im Kanton Bern die Vollbesetzung der Betreuungsinstitutionen ab dem 17. Mai wieder möglich sein soll. Der Appell, die Kinder möglichst privat zu betreuen, gilt ab heute nicht mehr. Die Betreuungsinstitutionen können durch diesen Beschluss ihre Kapazitäten nun schrittweise anpassen und die Wiederaufnahme der Betreuung in Absprache mit den Eltern sorgfältig planen. Dieses Vorgehen wird auch von kibeSuisse, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz, begrüsst.

Diese schrittweise Anpassung und sorgfältige Wiederaufnahme der Betreuung wird vor allem auch möglich, weil der Kanton und die Gemeinden bis am 16. Mai jene Plätze finanzieren, die wegen der Betreuung zu Hause leer bleiben.

Weiterhin müssen aber die zentralen Hygiene- und Verhaltensvorschriften eingehalten werden, insbesondere der Schutz von besonders gefährdeten Personen muss weiterhin sichergestellt sein. Die Kitas und Tagesfamilienorganisationen richten sich nach dem Merkblatt für Kinderbetreuungsinstitutionen des Bundes. Wird das Merkblatt aktualisiert oder durch ein Schutzkonzept ersetzt, ist diese Version massgebend. Der Kanton kann bei Bedarf ergänzen oder präzisieren. Die GSI und die Direktion für Inneres und Justiz bedanken sich herzlich bei allen Betreuungsinstitutionen und Eltern für ihre sehr wichtige Unterstützung bei der Bekämpfung des Coronavirus.

 

weitere Informationen

 

 

  • Mit den Lockerungen für die Wirtschaft und das Gewerbe steigt der Bedarf an familienergänzender Kinderbetreuung für die arbeitenden Eltern deutlich an.
  • Der Appell, dass die Kinder wenn möglich zu Hause betreut werden sollen, gilt nicht mehr. In Kitas werden die Kinder wieder in grösseren Gruppen betreut.
  •  Die Finanzierung der Plätze, welche aufgrund des bisherigen Appells des Kantons nicht genutzt werden ist bis und mit 16. Mai gesichert.
  • Die Lockerung ermöglicht, die schrittweise Anpassung der Kapazitäten und die sorgfältige Wiederaufnahme der Betreuung der Kinder. Merkblatt für Eltern
  • Wir bitten Sie, die Eltern über die neue Situation zu informieren und mit ihnen den Wiedereinstieg zu planen.
  • Die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensvorschriften und insbesondere der Schutz von besonders gefährdeten Personen ist weiterhin zentral. Die Kitas und Tagesfamilienorganisationen richten sich nach dem Merkblatt für Kinderbetreuungsinstitutionen des Bundes. Wird das Merkblatt aktualisiert oder durch ein Schutzkonzept ersetzt, ist diese Version massgebend.

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Schutzkonzept TFO 2020
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Grundprinzipien Schutzkonzept
Grundprinzipien Schutzkonzept obligatori
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Checkliste Hygiene
2017_kibesuisse_Checkliste_Hygiene_in_de
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Merkblatt für Mitarbeitende
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Merkblatt für Eltern
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Merkblatt für Kinder
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