Medienmitteilung

Verband Kinderbetreuung Schweiz(kibesuisse)

 

Zürich, 22. Januar 2021

 

Systemrelevant und weiterhin politisch vernachlässigt

 

Einmal mehr gehören die familienergänzende Bildung und Betreuung bei strategischen Entscheidungen des Bundes und der Kantone nicht dazu. Zwar als systemrelevant bezeichnet, wird die Branche weder bei finanziellen Lösungen noch bei der Impfstrategie erwähnt. Der Verband kibesuisse fordert von der Politik ein zugeschnittenes Massnahmenpaket, welches der Wichtigkeit der familienergänzenden Bildung und Betreuung für die Volkswirtschaft gerecht wird.

 

Virus eindämmen, Kindeswohl sicherstellen, Eltern entlasten

 

Anbietende der familienergänzenden Bildung und Betreuung geben unter erschwerten Bedingungen tagtäglich ihr bestmöglicheszum Wohl der Jüngstenin unserer Gesellschaftund zur Gewährleistung der Erwerbstätigkeit von Eltern. Mit den nun aufgrund der neuen Virus-Mutanten verschärften Lage werden höchstwahrscheinlich Quarantäne-und Isolationsfälle zunehmen. Damit einher gehen massive Engpässe beim Fachpersonal, so dass eine kindswohlkonforme Bildung und Betreuungnicht gewährleistet werden kann. Um einen Anreiz zu geben, die systemrelevanten Angebote zu entlasten ohne die Existenz der Organisationender familienergänzenden Bildung und Betreuung zu gefährden, fordert der Verband das Einführen folgender Regelung: Eltern, die vorübergehend und zur Entlastung des Betriebs ihre Kinder freiwillig reduziert oder nicht familienergänzend betreuenlassen, werden vom Staat direkt und unkompliziert entschädigt. Auf gleichem Wege müssen Entschädigungen gesprochen werden, wenn Einrichtungen wegen gehäufter Krankheitsausfälle oder Quarantänen von Personal die Betreuung nicht aufrechterhalten dürfen und die Eltern in der Folge die Kinder selbst betreuen müssen. Die Kantone bezeichnen dafür eine zentrale Stelle, an welche sich die Eltern wenden können.

 

Zur Aufrechterhaltung des Angebots istfrühes Impfen der Mitarbeitenden nötig

 

Angesichtes der knappen Verfügbarkeit des Impfstoffes ist es nachvollziehbar, dass neben den besonders gefährdeten Personen zuerst diejenigen Berufsgruppen geimpft werden, die entweder eng mit besonders gefährdeten Personen arbeiten und/oder dem Virus aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit unmittelbar ausgesetzt sind. Aufgrund der Systemrelevanz der familienergänzenden Bildungs-und Betreuungsangebote fordert der Verband jedoch dezidiert, dass, sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist, sich Mitarbeitende aus Kindertagesstätten, Tagesfamilienorganisationen sowie der schulergänzenden Betreuung ebenfalls prioritär impfen lassen können. Somit können gehäufte Personalausfälle reduziert werden, was für die Aufrechterhaltung der systemrelevanten Bildungs-und Betreuungsangebote unabdingbar ist.

 

Systemrelevanzfür die Volkswirtschaft der Schweiz

 

Es ist unerlässlich, dass die Politikzum Wohl unserer Volkswirtschaft alles unternimmt, dass die systemrelevanten Angebote der familienergänzenden Bildung und Betreuung weiterhin aufrechterhalten werden können und somit auch Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin davon profitieren und funktionieren. Lediglich die Systemrelevanz anzuerkennen, reicht nicht. Das politische Handeln muss kongruent mit dieser Erkenntnis sein.

 

Kontakt:

Miriam Hürlimann

KommunikationVerband Kinderbetreuung Schweiz

E-Mail: miriam.huerlimann@kibesuisse.ch

Tel. 044 212 24 52

 

Kibesuisse, Verband Kinderbetreuung Schweiz, ist der gesamtschweizerische Fach-und Branchenverband für familienergänzende Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern in Tagesfamilien, schulergänzenden Tagesstrukturen/Tagesschulen und Kindertagesstätten. Kibesuisse fördert den qualitativen und quantitativen Ausbau von bezahlbaren und professionellen Angeboten, engagiert sich für gute Rahmenbedingungen in der Branche und setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder ein. Bei all seinen Tätigkeiten stellt der Verband das Wohl der Kinder ins Zentrum